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DATEN
ZUR GESCHICHTE VON LETTLAND
1186
Meinhard aus Segeberg, ein Augustinermönch
wird erster Erzbischof in Lettland.
1201 Bischof
Albert I. aus Bremen gründet Riga als Hafen, als Stapelplatz und
als Hauptquartier.
1202 Albert I. begründet
den Schwertbrüderorden, dem sich Kreuzritter aus ganz Europa anschließen.
Die Mission mit Schwert und Kreuz beginnt.
1237 (bis 1561) Der
Livländische deutsche Ordensritterstaat wird gegründet (umfaßt
den Norden Lettlands und den Südteil Estlands).
1282 Riga
wird Mitglied der Hanse. Handelsverträge mit Lübeck und Visby werden
geschlossen.
1521 Die
Reformation beginnt in Riga.
1525 Das erste bisher
bekannte Buch in lettischer Sprache erscheint.
1561 Die Landschaft Kurland, westlich der
Düna (Daugava) gelegen, eingebettet zwischen Ostsee, dem Meerbusen von
Riga und der Nordgrenze Litauens, erhält eine eigene staatliche Form.
Ab 1561 Livland gelangt unter die Herrschaft
Polens.
1621-1721 Gustav
Adolf II. erobert Riga. Hiernach wird ganz Livland unter der schwedischen
Krone vereint.
1721-1918 Es wird
der Vertrag von Nystad geschlossen und führt damit zu einem Ende des
großen nordischen Krieges). Der Zar "Peter der Große"
bringt Livland unter russische Herrschaft.
1795-1918
Das Herzogtum Kurland ist in Rußland eingegliedert.
1817 Die
Leibeigenschaft der Bauern in Kurland wird aufgehoben
1862 Das
Polytechnikum wird in Riga gegründet. |
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1873
Der lettische Sängerverein wird gegründet. Das erste allgemeine
Sängerfest findet statt. Das lettische Nationalbewußtsein erwacht
und opponiert gegen die Kulturarroganz der deutschen Oberschicht
1881
Die Einwanderung russischer Industriearbeiter verstärkt die Russifizierung.
1905 Die Bevölkerung revoltiert
gegen deutsche Gutsbesitzer und die russische Verwaltung.
1918 Der Republik Lettland
proklamiert.
1919
Das Land wird von bolschewistischen und deutschen Truppen terrorisiert.
1920
Am 11.08.1920 kommt es zum Friedensvertrag zwischen Lettland und Rußland.
Am 16.09.1920 werden die deutschen Großgrundbesitzer, denen noch
aus der Ordenszeit ca. 48 Prozent des lettischen Bodens gehört, mit einer
radikalen Agrarreform enteignet.
1934
Durch einen Putsch gelangt Karlis Ulmanis an die Macht und errichtet
eine Diktatur. Parteien, Gewerkschaften und Bauernbund werden verboten.
23.8.1939
Der Deutsch-sowjetischer Nichtangriffspakt (Hitler-Stalin- Pakt) wird vereinbart.
Durch die geheimen Zusatzprotokolle (Molotow-Ribbentrop-Pakt. 28.9. 1939)
wird Lettland der sowjetischen Interessensphäre zugeordnet.
5.10.1939
Ein Lettisch-sowjetischer Beistandspakt wird erzwungen.
1939-1941
64 000 Baltendeutschen
siedeln um in das Deutsche Reich.
1940-1991
Lettland wird durch sowjetische Truppen besetzt und dann als Lettische SSR
in die UdSSR eingegliedert.
22.6.1941
Deutsche Truppen besetzen und verwalten Lettland.
1945
Die Kurland-Armee kapituliert. Lettland wird wieder Sowjetrepublik.
1959-1989
Es erfolgt die Zuwanderung von 800 000 Arbeitskräften, insbesondere von
Russen.
1988
Lettisch wird wieder Amtssprache. Die "Lettischen Volksfront" (Tautas Fronte)
wird
gegründet.
28.7.1989
Die Souveränitätserklärung wird abgegeben.
1990
Parlamentswahlen finden statt. Sie erbringen eine klare nichtkommunistische
Mehrheit. Am 4.Mai wird die Unabhängigkeitserklärung abgegeben.
21.8.1991 Die
Unabhängigkeit tritt in Kraft. Die kommunistische Partei wird verboten.
Lettland wird durch den Staatsrat der UdSSR anerkannt.
17.9.1991
Lettland wird Mitglied der Vereinten Nationen. Ein Bürgerrechts (Einbürgerungs)-
Gesetz wird am 15.10.1991 erlassen. |
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Staatsname
..... .................. Republik Lettland
Volksvertretung
....Oberster Rat der Republik
Lettland (201 Abgeordnete).
Fläche
...........................................64500 km²
Einwohnerzahl ..............................
2 647 000
Bevölkerung
Letten (52%), Russen (34%),
Weißrussen (4,5%), Ukrainer (3,5%), Polen
(2,3%), Litauer (1,3%)
Sprache
Lettisch als Staatssprache, daneben Russisch.
Religion
Überwiegend evangelisch, daneben römisch-katholisch,
russisch-orthodox und jüdisch.
Hauptstadt Riga (915
000 Einw.)
Wirtschaft
Beschäftigungsstruktur
Industrie und Bau ..................................... 40%
Handel und Verkehr ................................. 25%
Dienstleistungen ........................................ 20%
Land- und Forstwirtschaft .........................15%
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