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1.)
Der
gesamte Bereich der Membrane, die Schnur-Umwicklung und etwa 1cm des darunter
befindlichen Jersey-Gewebes wird großzügig mit dem Textilverstärker
zur Versteifung des Gewebes bestrichen (Bild
1).
Der Textilverstärker ist nach dem Auftrocknen farblos. Dies eröffnet
die Möglichkeit, bunte Stoffe für die Membrane zu verwenden. Wenn
die Membrane zum Bemalen durch die Kinder vorgesehen ist, sollte weißes
Gewebe verwendet werden. Die Verwendung des Aktivators für die Wasserfestigkeit,
muß subjektiv entschieden werden. 500gr Textilverstärker kosten
ca. 10 Euro und sind nach Zugabe des Aktivators nur noch für 12 Std verfügbar.
Grundsätzlich ist die Verwendung von Textilverstärker mit
Aktivator die wahrscheinlich bessere, kindgemäße Lösung, doch
wegen der Verbrauchsmenge wird diese Fertigungsweise wohl eher nur für
die Fertigung im größeren Umfang, wie Schulen oder Kindergärten
oder Kindergruppen Anwendung finden.
Ein Herstellerhinweis besagt übrigens: Der Aktivator sollte für
Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.
Wasserlösliche Acryl-Farbe eignet sich ebenfalls
zum Versteifen der Gewebe-Membrane. Sie ist wasserfest aber etwas weicher
als der Textilverstärker. Dies kann sich geringfügig auf die Resonanz
auswirken.
2.) Der Jersey-Stoff kann im Bereich der Membrane nachgeben bevor der
Textilverstärker (oder die Acryl-Farbe)ausgehärtet ist, vor allem
wenn die Kräfte des Arbeitenden keine ausreichende Straffung des Gewebes
erlauben. Eine Haltevorrichtung für den Pin vermag hilfreich zu sein.
Ein dünner Nagel wird hierfür durch die Öffnung der Stahlfeder
einer Wäschklammer in ein Brett oder eine kurze Latte soweit hinein geschlagen,
daß noch genug Bewegungsspiel verbleibt, das die Klammer geöffnet
werden kann. (Bild 2)
3.) Das Brett wird auf zwei Kartons gelegt und zur Stabilisierung mit
Büchern, Steinen oder einem Haushaltsgegenstand beschwert. Der Rummelpott
wird dann so unter die Wäscheklammer plaziert, daß der Pin von
der Klammer gehalten werden kann und das Membranen-Gewebe eine glatte Ebene
bildet. Hieraus folgt auch, daß sich der Durchmesser des Stabes für
den Pin, nach der begrenzten Öffnungsfähigkeit der Wäscheklammern
richten muß. (Bild 3)
4.) Sollen viele Rummelpott-Membranen gleichzeitig getrocknet werden,
empfiehlt sich der Bau eines Gestells. Auf einer Latte werden die Wäschklammern
angebracht. Die Latte wird auf zwei entsprechend zugeschnittene Bretter .(abhängig
von der Größe der Rummelpötte) von etwa 2cm Dicke aufgeschraubt
oder genagelt. (Bild 4)
5.) Trockenzeit etwa 24 Std. Schlußarbeit bei wasserempfindlicher
Membrane: Über den Pin wird eine enge Papierröhre oder ein Schlauch
(länger als der Pin) als Schutz-Vorrichtung gezogen, so daß am
Pinfuß etwa 1cm frei bleibt. Die Röhre zur Höheneinstellung
mit Wäscheklammer oberhalb des Pins zusammendrücken. Membrane und
Pinfuß mit Grundierfarbe einsprühen. Überstehenden Stoff etwa
1cm unterhalb der Schnur-Umwicklung an der Dose abschneiden.
6.)
Zum
Rummeln sollte der Stab mit Spüli gereinigt und nach dem Trocknen mit
Kolophonium eingerieben werden. Es ist möglich, daß es trotz feuchter
Finger nicht zum Rummeln kommt. Dann kann es bereits helfen, den Stab mit
einem Lappen und Leichtbenzin abzuwischen und anschließend rummeln,
ohne neues Kolophonium aufzutragen.
7.) Es
hat sich gezeigt, daß bei dieser Rummelpott-Variante das Rummeln manchmal
besser damit erreicht wird, wenn der Pin so zwischen angefeuchteten Finger
und Daumen gelegt wird, daß der Daumen mit seiner Länge über
den Stab herunter reibt. Der Daumen zeigt mit der Daumenspitze zum Ende des
Pins, liegt hierbei nur leicht auf dem Stab und wird in Richtung Blechdose
heruntergezogen. (Bild 5) |