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_Kinderwelt |
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RUMMELPOTT |
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EINLEITUNG |
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1 |
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Früher
war es ursprünglich der Brauch, daß die Kinder der ärmeren Familien
mit dem Rummelpott allein, oder in Grüppchen von Tür zu Tür zogen,
um auf diese Weise kleine Gaben von den besser gestellten Mitbürgern zu
erhalten. Im Norden Deutschlands geschah dies z.B vorwiegend am Sylvesterabend.
Später jedoch wandelte sich diese Sitte dahingehend, daß sich alle
Kinder, ungeachtet ihrer sozialen Gegebenheiten, allein aus Spaß an
der Freude, hieran beteiligten. Das war eine gute Sache.
Eine Voraussetzung für diese Unternehmung war das phantasiereiche Verkleiden.
Aus kleinen Kindern wurden absonderliche alte Frauen und Männer, Teufel,
Hexen, Gespenster, oder wüste Wüteriche. |
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-Wie
es damals zugehen konnte zeigt eine Rummelpott-Geschichte: |
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-Hintergrund-Wissen
gibt es im Abschnitt "Brauchtum": |
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Wichtig
waren aber auch der Einsatz des Rummelpotts und die Kenntnis des Rummelpott-Reimes
Der Rummelpott war ein irdenes Gefäß, oder ein metallener Topf, welcher
mit einer Harnblase vom Schwein oder einer Tierhaut, wie ein Trommelfell überzogen
war. In der Mitte war ein Stab mit festem Knoten eingebunden. Der Stab wurde
zwischen angefeuchteten Daumen und Zeigefinger genommen und in Längsrichtung
gerieben. Hierbei entstand der Rummelton. Den Rummelpott wurde natürlich
selbst angefertigt. Mit den heute verfügbaren, modernen Materialien lassen
sich die Rummelpötte nicht nur unkompliziert herstellen; es bieten sich
auch faszinierende neue Möglichkeiten für die Kinder, dem Rummeltopf
ein individuelles Aussehen zu geben.
Der Anlaß für das "Rummelpott laufen" konnte regional sehr
unterschiedlich sein. Mit dem "Rummelpott" anderenorts auch als "Hukelpott"
oder "Futtpott" bezeichnet, gingen Kinder je nach Landschaft, auch
zu Martini, in der Vorweihnachtszeit, zu Neujahr, oder am Dreikönigstag.
Selbst zu Fastelabend wurde von Haus zu Haus gezogen. |
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RUMMELPOTT-INITIATIVE.
Die althergebrachte Tradition des "Rummelpott laufen" ist heute
vielerorts verschwunden. Schade für die Kinder.
Der Kaleidoskopajanis möchte mit den
hier wiedergegebenen Beiträgen dazu anregen, daß Eltern,
Kindergärten und Schulen, Rummelpott-Initiativen
bilden und diesen schönen Brauch durch ihr aktives
Handeln neu beleben.
2 Vorschläge zum aktiven Handeln und für die erforderlichen
Info-Texte, sind vorbereitet (2.1+2.4) |
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Übrigens:
Das in den letzten Jahren mit großem Medienaufwand hier in Deutschland
künstlich installierte Halloween der Amerikaner, (seit etwa 2000 und irischem
Brauchtum entstammend) ist mit dem "Rummelpott laufen" wohl kaum zu
vergleichen.
Zum einen orientieren sich die bevorzugten Halloween-Verkleidungen praktischerweise
meist nur an den gekauften, modischen Bilddarstellungen aktueller Gruselfilme
aus Hollywood - zum anderen reduziert diese amerikanische Form, sich um eine
Gabe zu bemühen, den gereimten Wortbeitrag oft nur auf ein äußerst
unsoziales, bedrohendes und erpresserisches Element, wenn es heißt: "Gib
mir Süßes, sonst gibt es Saures!"
Die Praxis zeigt folglich auch vermehrt, daß Halloween von manchen Kindern
gerne als Freibrief dafür gesehen wird, ihre destruktiven Neigungen ungehindert
ausleben zu dürfen.
Es stellt sich die Frage: Wie sollen sich Kinder, bei solch geringschätzigen
Grundeinstellungen gegenüber den Mitmenschen, auf ein verantwortungsvolles
Leben als Erwachsener vorbereiten? |
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