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Latern,
Lantern (Ton auf der zweiten Silbe) für Laterne; früher ein mehr oder
weniger großes, meist viereckiges Holz- oder Blechgestell mit darin eingelassenen
Glas-, aber auch Pergamentpapierscheiben und einem Talglicht oder einer kleinen
Öllampe als Lichtquelle; vgl. Horn Selmsd. 2, 21; Stend. Bill. 60;
die blechernen Stall- und Hofflaternen hatten aus Sicherheitsgründen keine
Fenster, sondern nur schmale Schlitze, daher auch runde Form ; s. Abb. Sp.
855 ; bes. seem. Lantern wie in den Zss. Anker-, Sidenlantern.
Bei den
Laternenumzügen der Kinder, die in ganz Mecklenburg zur Spätsommerzeit noch
heute in Stadt und Land bei einbrechender Dunkelheit üblich sind wie ebenso
in Schleswig-Holstein und Oldenburg und im östlich angrenzenden pommerschen
Kreise Demmin (siehe Atlas der Volkskunde Karte 42b), dienten früher hauptsächlich
ausgehöhlte Kürbisse als Laternen, heute meist Papierlaternenn;
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gesungen
wird dabei z.B.
Laterne, Laterne,
Die Sonne, Mond und Sterne!
Brenne auf, mein Licht,
brenne auf, mein Licht,
Aber ja meine liebe Laterne nicht,
Hamburg,
Lübeck, Bremen.
Wir brauchen uns nicht zu schämen.
Meine Laterne ist hübsch und fein,
Darum geh ich ganz allein;
Alleine gehn ist ungesund.
Meine Laterne ist kugelrund.
De
Ollsch mit de Lücht,
Dee de Lüd' bedrüggt,
Dee de Eier haalt
Un nich betahlt!
Aal,
Aal, Aall!
Madamm, kamen Se mal dal!
Mariken sitt int Kellerlock,
Un de ganze Melk is äwerkaakt
Ro; vielerlei
Abwandlungen und Erweiterungen s. Wo. V. 4,621 ff. und S.2601T. Di. 268";
Kü. 2, 291; ME. 3, 416.
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